Da.Heim

„Ich sehe dich, ich höre dir zu, ich nehme dich wahr. Und ich wünsche mir, dass Menschen, die dich nicht kennen, das auch tun.
Denn nur weil wir dich nicht verstehen heißt es nicht, dass du nichts zu erzählen hast.“

Beate Wätzel

07So.

Vernissage

11:00 Uhr – 18:00 Uhr · Westring 6 | 27793 Wildeshausen

10Mi.

Meditationsabend

19:00 Uhr – 20:00 Uhr · Westring 6 | 27793 Wildeshausen

Bringe Sie bitte eine Yogamatte mit.

14So.

Künsterinnengespräch

11:00 Uhr – 13:00 Uhr · Westring 6 | 27793 Wildeshausen

Ich freue mich auf Ihre Neugier, auf Ihr Interesse und unsere Begegnungen.

28So.

Finissage

11:00 Uhr – 15:00 Uhr · Westring 6 | 27793 Wildeshausen

Da.Heim

DA.HEIM ist eine fotografische Arbeit, die in einem Zuhause entstand. Es ist ein Heim für Erwachsene mit körperlichen und geistigen Einschränkungen, manche leben in geschützten Bereichen, manche schon sehr lange. Viele Menschen von außen kommen nie in Berührung damit. Nicht weil sie es nicht wollten. Sondern weil sie nicht wissen, wie man anfängt. Dabei fängt man einfach an. Man kommt. Man bleibt. Man ist.

Manche der Bewohner sprechen nicht. Manche erschließen sich die Welt auf Wegen, die wir nicht kennen. Ihre Wahrnehmung folgt anderen Rhythmen, ihr Ausdruck entzieht sich dem, was wir gewohnt sind. Das irritiert uns, weil wir nicht einordnen können, was wir nicht einordnen können. Und vielleicht liegt genau darin etwas, das sich lohnt: der Moment, in dem man aufhört einzuordnen. In dem man einfach da ist, ohne zu wissen, was als nächstes kommt.

Ich habe mir Zeit genommen. Ein Jahr lang. Ich habe Raum gelassen, damit jeder auf seine eigene Weise in Erscheinung treten kann. Nicht alles zeigt sich sofort. Manches bleibt leise, und das Leise ist oft das Eigentliche. Ich habe beobachtet, wie sich Augenblicke formen, wie Nähe entsteht. Da war Aufregung. Neugier. Freude. Auch Skepsis. Und all das war echt. So echt, wie es nur bei Menschen sein kann, die nicht wissen, was eine Pose ist.

Die entstandenen Arbeiten sind künstlerische Bildserien. Sie haben keinen dokumentarischen Charakter. Sie zeigen nicht, wie es ist. Sie zeigen, was entsteht. Prozesse des In-Beziehung-Tretens, wenn zwei Menschen sich wirklich gegenüberstehen – jenseits von Rollen, Erwartungen und Deutungen. Die Texte erzählen von diesen Momenten. Ich schreibe, was ich gesehen habe. Das Dazwischen. Keine Wahrheiten, nur Begegnungen und Geschichten von Menschen, die nah dran sind.

Ein anderer würde andere Bilder machen.

Ein anderer würde andere Geschichten erzählen.

Das ist das Wesen von Begegnung.

Wenn zwei sich ein Gegenüber sind.

Ich bedanke mich bei der Aktion Mensch für die Förderung des Projektes.

Und bei der Diakonie Himmelsthür für die Unterstützung und Möglichkeit.